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Jun 06

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Mikrofinanz als Alternative für konservative Investoren

Korth quadratisch

Nicht nur sozial, sondern auch ökonomisch: Die Anlageklasse der Kleinstkredite bringt eine sichere Rendite und schützt Portfolios vor dem Platzen der Rentenblase.

Spätestens seit dem die Finanz- und Bankenkrise in eine Verschuldungskrise der meisten Industriestaaten mündete, wird Sicherheit für Geldanleger zu einem relativen Begriff. Staatsanleihen, einst der Inbegriff eines konservativen und sicheren Investments werden zu Spekulationsobjekten. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die Kurse der scheinbar sicheren Schuldner auf Rekordhöhe getrieben, so dass sichere Renditen selbst im 10 Jahresbereich unterhalb der Inflationsraten liegen. In dieser Position fühlen sich konservative Investoren zunehmend unwohl: Ob durch steigende Inflation, steigende Zinsen oder durch eine überstaatliche Schuldenvergemeinschaftung; jedes dieser Szenarien führt z.B. bei deutschen Staatsanleihen zu Verlustgeschäften. Die Suche nach Alternativen treibt Versicherer mittlerweile sogar zu Investitionen in Staatsanleihen von Ghana oder Sambia. Wer nicht gerade den Investitionsdruck eines Milliardendepots verspürt, findet in Mikrofinanzfonds ein wesentlich attraktiveres Nischeninvestment.

Bei Mikrofinanz handelt es sich um breit gestreute Portfolien von Kleinkrediten, vergeben durch Mikrofinanzbanken vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese Minidarlehen haben ein Volumen von unter 100 Euro bis hin zu wenigen Tausend Euro je Kreditnehmer und dienen dem Aufbau oder der Sicherung einer unternehmerischen- oder Nebenerwerbsexistenz. Um die Kreditprüfung zu vereinfachen, greifen viele Mikrofinanzinstitute zum Instrument des Gruppenkredits. Hier trägt z.B. eine Dorfgenossenschaft das Risiko dafür, dass der Einzelne seine Darlehensanteile verantwortungsbewusst investiert und vereinbarungsgemäß zurückzahlt. Die soziale Einbindung in die Gruppe sowie eine gute Kreditschulung sind die beste Gewähr dafür, dass es nicht zu Kreditausfällen kommt. Die Refinanzierung armer Bevölkerungsschichten durch diese Mikrofinanzinvestments schafft nicht nur wirtschaftliches Einkommen und Selbstvertrauen für die Kreditnehmer, sondern auch eine angemessene und sichere Verzinsung für die Geldgeber. Auch wenn in einzelnen Regionen auch immer wieder Fehlentwicklungen bei der Umsetzung der Kreditprinzipien von Mikrofinanz zu beobachten waren, ist diese Urform des genossenschaftlichen Bankgeschäfts weltweit aus der Entwicklungshilfe nicht mehr wegzudenken. Man schätzt, dass es weltweit mittlerweile weit über 70.000 Mikrofinanzinstitute gibt, wobei nur wenig mehr als 1.000 davon die wirtschaftliche Reife haben, um als Geschäftspartner der rund 100 Mikrofinanzinvestmentvehikel (MIV) in Frage kommen.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag des Magazins PERSPEKTIVEN, welcher die Hintergründe der Anlageklasse Mikrofinanz näher erläutert und auch konkrete Anlagealternativen aufzeigt.

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